IRDLK

Thomas Mann-Lehrstuhl an der RGGU Moskau

Presseerklärung des DAAD zur Gründung vom 10.08.2005

Erster Lehrstuhl unter deutscher Leitung
DAAD kooperiert mit Geisteswissenschaftlicher Universität in Moskau

Der Deutsche Akademische Austausch Dienst (DAAD) und die Russische Staatliche Geisteswissenschaftliche Universität (RGGU) haben im Juni 2005 in Moskau einen neuen Lehrstuhl für Deutsche Literatur- und Kulturwissenschaft unter deutscher Leitung gegründet. Erstmals wird damit in der Russischen Föderation eine ordentliche Professur in Verbindung mit einer Lehrstuhlleitung an einen deutschen Wissenschaftler vergeben.

Der Lehrstuhl nimmt mit dem russischen Herbstsemester zum September 2005 seine Arbeit auf. Auch die offizielle Eröffnung wird noch in diesem Jahr stattfinden: im Rahmen einer deutsch-russischen Konferenz zur Situation der Germanistik, an der führende Fachvertreter beider Länder und Vertreter der DAAD-Leitung teilnehmen werden.

Partner des DAAD ist die RGGU, eine 1991 gegründete Reformuniversität in Moskau und inzwischen die größte Neugründung nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. Die Universität war seit den 90er Jahren im deutsch-russischen Wissenschaftsaustausch besonders aktiv und legt insgesamt großen Wert auf ein internationales Profil.

Erster Lehrstuhlinhaber wird Prof. Dr. Dirk Kemper, Literatur- und Kulturwissen-schaftler sowie ein russlanderfahrener Experte für interdisziplinäre Moderneforschung. Seit 1996 nahm Kemper mehrere Dozenturen in Moskau wahr, zuletzt als DAAD-Langzeitdozent an der Moskauer Lomonossow-Universität. Seit 2003 beteiligte er sich zudem am Aufbau des Russischen Germanistenverbandes.

Die Vermittlung von Kulturkompetenz für Deutschland ist in einem Land mit 4 Millionen Deutschlernenden von besonderer Wichtigkeit. Dabei kommt den Universitäts-germanisten als Vermittlern eines differenzierten Deutschlandbildes entscheidende Bedeutung zu.

Die Geisteswissenschaftliche Universität stellt dem Lehrstuhl 10 Lehrkräfte zur Verfügung; der DAAD fördert eine Langzeitdozentur und ein Lektorat und stellt zudem eine Anschubfinanzierung zur Verfügung. Langfristig soll das neue Kompetenzzentrum als Stiftungslehrstuhl weitergeführt werden.

Ein besonderer Schwerpunkt wird auf der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses liegen. Die Kooperationspartner sehen ihr Projekt übereinstimmend als zukunftweisendes Modell im Rahmen einer sich harmonisierenden europäischen Hochschullandschaft: Zum Bologna-Prozess gehöre schließlich die Internationali-sierung der Lehre – ein Bereich mit Nachholbedarf, in Russland wie in Deutschland.



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Kontakt

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kab. 263, GSP 3
125993 Moskau, Russische Föderation
 

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