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Eigen- und fremdkulturelle Literaturwissenschaft

6Dirk Kemper, Aleksej Žerebin, Iris Bäcker (Hg.):

Eigen- und fremdkulturelle Literaturwissenschaft

Die Frage, wie die Germanistiken der deutschsprachigen und nichtdeutschsprachigen Länder international zusammenarbeiten können, erscheint ebenso aktuell wie methodologisch unbeantwortet.

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Im Unterschied zum Konzept der Hybridisierung von Kulturen betont die Methode der fremdkulturellen Literaturwissenschaft gerade die kulturelle (nicht nationale) Differenz als den eigentlich produktiven Faktor eines Verfahrens, in dem Texte mit Verstehenshorizonten aus fremden Kulturen in Berührung gebracht werden.

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Als Diskursbegründer fremdkultureller Literaturwissenschaft wird Goethe mit seinen Überlegungen zur weltliterarischen Kommunikation in Anspruch genommen.

Im Band zeugen unter anderem zwei Parallelanalysen eigen- und fremdkultureller Zugänge zu denselben Texten vom produktiven Miteinander von sogenannten Inlands- und Auslandsgermanistiken in paritätischer Kooperation. Fremdkulturelle Fallstudien zeigen, wie die Internationalität philologischen Arbeitens auf unterschiedlichen Ebene funktioniert: auf der der wissenschaftlichen Terminologie und Beschreibungssprache, durch fremdkulturellen Theorierahmen, als erkenntnisfördernder, gleichsam entautomatisierender Perspektivenwechsel oder als Entregionalisierung. Kritische Stimmen zum Verfahren sind ebenso in den Band integriert wie Beispiele für die Anschlussfähigkeit des Verfahrens für andere Philologien und Nachbardisziplinen.



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